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Vielen Mundartliebhabern, vor allem den gläubigen, sind Rudolf Pauls Bibelübersetzungen ins Schwäbische schon lange als Einzelbändchen bekannt. Nun hat Rudolf Paul in jahrelanger Arbeit die Übersetzung des gesamten Neuen Testaments und der 150 Psalmen abgeschlossen.
»Als schwäbischer Pfarrer gleichermaßen in der Heiligen Schrift wie im schwäbischen Dialekt erfahren, ist ihm eine wirklich eigenständige Übersetzung gelungen. Neue Facetten der biblischen Botschaft kommen darin zum Leuchten«, urteilt der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst.
Rudolf Paul versteht es, den Wendungen aus Evangelien und Apostelbriefen, die aus dem Luthertext bekannt sind, im Dialekt eine neue Bildhaftigkeit zu verleihen. Der evangelische Landesbischof Eberhardt Renz erklärt in seinem Geleitwort: »Wer das Schwäbische für eine grobe Sprache hält, allenfalls geeignet für den Stammtisch, den Wochenmarkt oder das Bauerntheater, zeigt damit nur Unkenntnis. Wer dagegen sein Ohr für Untertöne und feinste Schattierungen des Ausdrucks öffnet, entdeckt im Schwäbischen viel mehr als Lautmalerei. Es gibt eine Sensibilität der Wortwahl und des Satzbaus, wie sie die Schriftsprache selten anbietet. Und gerade das Schwäbische ist zur großen Form wie zum zartesten Pinselstrich fähig.«
Der in Kirchheim geborene Rudolf Paul war Pfarrer im Filstal zwischen Göppingen und Geislingen sowie auf der Ostalb.
Mit einem Vorwort von Landesbischoff Eberhardt Renz und von Bischof Gebhard Fürst.
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