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 | gretel bergmann |
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Anfangs startete sie für ihren Laupheimer Heimatverein, später wechselte sie nach Ulm. Ihr Talent war unübersehbar. Aber da sie Jüdin war, entwickelte sich ihre Karriere als Hochspringerin anders als geplant. 1933 wurde sie aufgrund ihrer Herkunft aus dem Ulmer Sportverein ausgeschlossen.
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Sie reagierte auf dieses Unrecht, indem Sie zum Studieren und Sport treiben nach England ausreiste. Da Deutschland aus Gründen der Rassendiskriminierung den Boykott der Olymischen Spiele durch einige Länder befürchtete, wurde sie Anfang 1936 zu Propagandazwecken nach Deutschland zurück befohlen. Um die Sicherheit ihrer Famile nicht zu gefährden, willigte sie ein. Das Versprechen, dass sie wieder trainieren dürfe, wurde eingehalten; sie verbesserte dann sogar ihren Deutschen Rekord auf eine Höhe von 1,60 m. Diese Tatsache beruhigte das kritische Ausland - den Spielen stand so nichts mehr im Wege. Obwohl für Gretel Bergmann eine Medaille sicher war, wurde ihr unter dem Vorwand, ihr Leistungsstand sei nicht ausreichend, dennoch kurzfristig die Startberechtigung wieder entzogen.
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Voller Wut wanderte sie noch 1936 zusammen mit dem jüdischen Arzt Bruno Lambert nach Amerika aus. 1937 heirateten die Beiden.
Gretel Bergmann-Lambert gewann zwar noch einige amerikanischen Titel im Hochsprung und Kugelstoßen, ihre sportilche Karriere war jedoch mit Kriegsbeginn beendet.
Sie nahm 1942 die amerikanische Staatsbürgerschaft an und schwor, nie wieder deutschen Boden zu betreten. Jedoch revidierte sie später ihren Standpunkt Deutschland gegenüber; 1999 wurde ihr durch die Deutsche Olympische Gesellschaft in der Kategorie"Unvergessene Meister" der Georg von Opel-Preis verliehen. Im Mai 2003 wurde das Laupheimer Stadion in Gretel-Bergmann-Stadion umbenannt. Zwar war sie selbst nicht anwesend, übermittelte jedoch eine Grußbotschaft. Im Herbst des selben Jahres stattete sie Laupheim im Alter von 89 Jahren selbst einen Besuch ab. Nach eigener Aussage trug auch dieser feierliche Empfang dazu bei, mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen.
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Ihre Erinnerungen, wie sie als einzige Jüdin in die Olympiamannschaft des Deutschen Reiches gelangte und wie sie mit einem Trick eine Woche vor Beginn der Spiele in Berlin wieder ausgeschlossen wurde, hat sie in dem Buch zusammen gefasst:
Gretel Bergmann Ich war die große jüdische Hoffnung Erinnerungen einer außergewöhnlichen Sportlerin Hrsg: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Buch, 248 Seiten Braun Verlag, Karlsruhe ISBN 3-7650-9056-5 EUR 16,80
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