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"Noch immer gibt es Wunderland am Wegesrand" (Fritz Schray)
Fotos von Rainer Fieselmann und Manfred Grohe mit einem Beitrag von Fritz Schray und einem Geleitwort von Theo Müller
Deutsch, english, français, español
Die Schwäbische Alb ist ein Mythos und der Stolz des Landes. Egal zu welcher Jahreszeit, das "Hausgebirge der Schwaben" hat immer etwas zu bieten. Die Schwäbische Alb überrascht den auswärtigen Besucher wie den Einheimischen immer wieder mit neuen, zauberhaften Ansichten. Der prächtige, großformatige Bildband porträtiert die gesamte Schwäbische Alb vom Randen bis zum Ries. Den beiden Fotografen Rainer Fieselmann und Manfred Grohe ist es gelungen, die vielfältige und herbe Schönheit dieser Landschaft in bestechenden Bildern einzufangen. Die meisterhaften Farbfotos rücken das "Lieblingsgebirge der Schwaben" ins rechte Licht. Fritz Schray, der Hauptkulturwart des Schwäbischen Albvereins, beschreibt das Wesen der Alb - kenntnisreich und liebevoll. Albvereinsvizepräsident Theo Müller eröffnet den Band mit einem charmanten Vorwort. Alle Texte sind auf deutsch, englisch, französisch und spanisch wiedergegeben. Ein ideales Geschenk nicht nur für Wanderer, sondern für alle Freunde und Besucher der Schwäbischen Alb aus Nah und Fern.
Vorwort Die Schwäbische Alb ist ein besonderes Mittelgebirge. Sie ist das größte Karstgebiet Deutschlands und weist viele für diese Landschaftsform typische Erscheinungen auf wie Erdfälle, Trockentäler, Flussschwinden und zahlreiche Höhlen. In einigen geeigneten Höhlen wohnten schon vor über 30 000 Jahren Menschen. Von diesen zeugen nicht nur Knochen der Beutetiere, sondern auch Kunstwerke wie die aus Mammutelfenbein geschnitzten Tierfiguren und eine Flöte aus einem Schwanenflügelknochen, das älteste bekannte Musikinstrument. Waren in der Altsteinzeit noch Jäger und Sammler unterwegs, die das Landschaftsbild kaum umgestalteten, so änderte sich dies mit dem Sesshaftwerden der Menschen in der Jungsteinzeit. Seither wurde über Jahrtausende hinweg die Landschaft von Bauern und Schäfern geprägt. Durch ihre Tätigkeit entstand das uns geläufige, vielfältige, faszinierende und beliebte Bild der Kulturlandschaft Schwäbische Alb.
Dabei wechseln sich eng in den Albkörper eingeschnittene Täler mit der Weite der welligen Albhochfläche ab. Zwischen Wäldern, Äckern und Wiesen ziehen sich auf Rücken und Hängen karge, mit Wacholder und Weidebäumen bestandene Heiden hin, nach Thymian und anderen Kräutern duftend, sommers durchstrahlt von den Sonnen der Silberdisteln. Dazu gehören auch die schroffen, hell leuchtenden Felsen an den Flanken der Hänge, die geradezu berauschende Tiefblicke in Täler oder über das Albvorland gewähren. Hinzu kommt eine einmalige Naturausstattung mit Pflanzen und Tieren, aber auch mit Erscheinungen der Landschaftsgeschichte. Nicht zu übersehen sind die Zeugnisse der früheren Landnutzung und beachtenswert die zahlreichen Kulturdenkmäler. Bei dieser Vielgestaltigkeit der Landschaft und ihrer herben Schönheit ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen die Schwäbische Alb zum erholsamen Wandern und Erleben aufsuchen. Für den Besucher ist sie eine wunderbare Erholungslandschaft.
Der 1888 gegründete Schwäbische Albverein hatte das Ziel, die Alb mit Wanderwegen zu erschließen. Heute betreut er ein Wanderwegenetz von 23 000 Kilometern. Die Wege führen durch reizvolle Landschaften und hin zu ganz besonderen Stellen; damit lenken sie den Besucherstrom und schaffen so Freiräume für ungestörte Natur. Der Schwäbische Albverein ist mit seinen rund 120 000 Mitgliedern europaweit der größte Wanderverein. Er pflegt und fördert aber nicht nur das Wandern, zu seinen Zielen gehört auch der Schutz der heimischen Natur sowie die Pflege der Kulturlandschaft und der heimischen Bräuche; er ist damit ein umfassender Heimatverein. Er unterhält außer dem Wanderwegenetz 24 Wanderheime und 23 Aussichtstürme. Alle diese Aufgaben kann er nur mit Hilfe und Unterstützung einer großen Zahl von ehrenamtlich Tätigen leisten. Was diese leisten, kommt nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern allen Bürgern zugute.
Die eindrucks- und stimmungsvollen Fotos des Bildbandes samt der hinführenden Texte zeigen sehr einfühlsam die herbe Schönheit der Schwäbischen Alb und verdeutlichen, welchen Schatz wir an ihr haben. Dafür sei den Autoren und dem Silberburg-Verlag gedankt. Der Band möge vielen Menschen Anregung bieten, die Schwäbische Alb selbst zu erkunden; ebenso möge er ihnen Erinnerung sein an einzigartige Alberlebnisse und sie motivieren, sich für die Erhaltung der Schönheit der Alb einzusetzen.
Professor Dr. Theo Müller Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins
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