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Was versteht man unter Ultralauf?

Ultramarathon

Als Ultralauf oder auch Ultramarathon werden alle Laufstrecken mit einer Länge über 42,195 km - der klassischen Marathondistanz - bzw. ab 6-Stunden-Läufen bezeichnet.

Es wird unterschieden zwischen verschiedenen Veranstaltungstypen:



Zum Einen gibt es die Laufveranstaltung mit einer vorgegebenen Streckenlänge:
Die Strecke führt hierbei entweder auf einer Rundstrecke auf der Straße bzw. auf Waldwegen durch die "Landschaft"

100 km CH-Biel
80 km Nachtlauf, Karlsruhe
etc.

oder aber der Lauf findet von A nach B statt:

Swiss Alpine in der Schweiz 79 km bei über 2.300 Höhenmetern
Rennsteiglauf etc.

Um in die Wertung zu kommen bzw. nicht aus dem Rennen genommen zu werden, muss der Läufer ein Zeitlimit erreichen; bei längeren Läufen, wie dem Sparthatlon, müssen bereits auf der Strecke ziemlich enge Zeitvorgaben eingehalten werden.





Zum Anderen gibt es die Laufveranstaltung mit einer vorgegebenen Zeit:

6-Stunden in Ehingen, Nürnberg
12-Stunden in Fellbach
24-Stunden in Reichenbach, Berlin, Köln
48-Stunden CZ-Brno
6-Tage in Erkrath
etc.

Bei Zeitläufen werden entweder auf der Straße, auf der Bahn oder in der Halle Runden gelaufen; die exakt vermessenen Runden werden entweder durch Zählpersonal registriert oder elektronisch, z.B. mit dem Champion-Chip, den der Läufer am Schuh befestigt hat.

Bei Zielschluss werden von Zählern die zurückgelegten Strecken der einzelnen Läufer auf der Schlussrunde vermessen und zur bisher erlaufenen Strecke addiert.

Bei längeren Läufen (ab 24 Stunden) nutzen manche Läufer die Möglichkeit, sich zwischendurch auszuruhen, zu essen oder sich schlafen zu legen; manche laufen auch ohne Pause durch - die Taktiken unterschieden sich von Läufer zu Läufer ziemlich.
Der Eine läuft bzw. geht - je nach körperlicher Verfassung die gesamte Zeit durch, der Andere schwört auf ein paar Stunden Schlaf, um danach "frisch erholt" das Feld wieder von hinten aufrollen zu können.





Außerdem gibt es mehrtätgige Etappenläufe, bei denen die Läufer morgens miteinander oder zeitversetzt auf die Strecke geschickt werden - zur Sicherheit mit einem Streckenplan ausgestattet. Unterwegs werden vom Veranstalter Verpflegungsstellen eingerichtet; hier werden auch bereits die Zwischenzeiten registriert. Wenn alle Läufer an einer Verpflegungsstelle durch sind, wird diese abgebaut.

Das Gepäck der Läufer wird mit Begleitfahrzeugen zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit - für gewöhnlich in einer Turnhalle - befördert; in der Startgebühr sind diese Kosten bereits enthalten.
Selbstverständlich kann ein Läufer, der mehr Wert auf Komfort oder seinen eigenen Bereich legt, in einem Wohnmobil oder auf eigene Kosten in einem Hotel übernachten.

Die Tageszeiten werden zu einer Gesamtzeit addiert. Meist behält es sich der Veranstalter vor, Läufer mit gesundheitlichen Problemen oder die ein Zeitlimit nicht erreichen, aus dem Rennen zu nehmen.

Deutschland-Lauf
Trans-Europalauf
Isar-Run
Spreelauf
etc.





Da relativ wenige Ultraläufe stattfinden, ist es durchaus üblich, dass deutsche Läufer in den Nachbarländern Niederlande, Frankreich, Schweiz, Österreich, etc. an den Start gehen; ebenso bereichern ausländische Läufer für gewöhnlich das Starterfeld bei deutschen Laufveranstaltungen.

Besonders engagierten Läufern sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt - interessante Läufe werden auf der ganzen Welt durchgeführt.
Grenzen setzen bei den meisten Hobbyläufern für gewöhnlich die Urlaubsplanung und die Geldbörse;-)





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